Wirtschaftliche Hintergründe

Worin besteht das Problem und warum geht es alle Dornburger Bürger an?

Das beabsichtigte Erweiterungsgebiet hat, ausgehend vom derzeitigen Dorndorfer Steinbruch, eine Ausdehnung in nördliche Richtung bis annähernd zur Glockenwiese (!) und umfasst ein Volumen von ca. 4 Millionen Tonnen Basalt. Was würde der Abbau von 4 Millionen Tonnen Basalt für unsere Gemeinde bedeuten?
ca. 160.000 Lastzüge führen durch die Dornburger Ortsteile (insbesondere Frickhofen, Dorndorf und Thalheim wären davon betroffen); bei 50 Lkws pro Tag wären dies 3.200 Tage! Damit verbunden wären Lärm, Schmutz, kaputte Straßen und ein hohes Gefahrenpotenzial für Mensch und Tier. Wie sähe das mögliche Ende aus nachdem dieser riesige Krater die Gemeinde verschandelt, und die Umwelt zerstört hätte?
Es würden wiederum 160.000 LKW kommen und den Abraum aus anderen Regionen bei uns abladen der Hausberg Dornburgs, der Watzenhahn mit seinen herrlichen Wäldern, Wanderwegen, mit seiner Flora und Fauna ginge verloren!
Mit ihm verschwände ein bedeutsames Naherholungsgebiet insbesondere der Dornburger Orte Frickhofen, Wilsenroth und Dorndorf sowie der rheinland-pfälzischen Nachbargemeinden bedeutende Wasservorräte wären vernichtet, der Naturhaushalt nachhaltig zerstört seltene, vom Aussterben bedrohte und hier beheimatete Vögel würden verschwinden.

Warum wird seitens der Befürworter unserer Gemeinde überhaupt über die Steinbrucherweiterung nachgedacht?

Befürworter der Steinbrucherweiterung argumentieren mit

  • Einnahmen der Gemeinde
  • Arbeitsplätze für die Region
  • Basalt muss dort abgebaut werden, wo er vorkommt
Sind diese Argumente haltbar?

Als Bürgerinitiative antworten wir hier mit einem klaren NEIN!

Wir haben uns dieser Diskussion gestellt, die Fakten, die für und gegen die Erweiterung sprechen zusammengetragen und entgegnen obigen Argumenten wie folgt:

die Einnahmen aus dem Basaltabbau machen weniger als 1% unseres Gesamthaushaushalts aus und dabei sind von diesen Einnahmen noch nicht einmal die Kosten wie Straßensanierung etc. abgezogen
Der Steinbruch schafft in der Tat einige Arbeitsplätze, aber durch dessen Aufrechterhaltung verzichten wir auf ein wertvolles Industriegebiet unterhalb des Steinbruchs und damit auf weit mehr Beschäftigung. Natürlich kann man Basalt nur dort abbauen wo er vorkommt, jedoch kann dies nicht zu Lasten der
Vernichtung von Trinkwasservorkommen geschehen. Und was wäre, wenn die Dornburger Ortsteile in der Vergangenheit blind dem bedingungslosen Basaltabbau zugestimmt hätte? Der Blasiusberg und die Dornburg als weitere Basaltquelle wären verschwunden. Das kann nicht das Ziel sein!

Die Bürgerinitiative kommt zu folgendem Fazit:

DIE STEINBRUCHERWEITERUNG RECHNET SICH SCHON,
ABER NICHT FÜR DIE GEMEINDE DORNBURG
SONDERN AUSSCHLIESSLICH FÜR
DIE BASALT-ACTIEN-GESELLSCHAFT!

Gerne sind wir bereit, Ihnen unsere Argumente weitaus detaillierter persönlich zu erläutern. Wenn Sie weitergehende Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir kommen gerne zu Ihnen (idealerweise gleich zu einer größeren Gruppe wie bspw. einem Verein) und erörtern mit Ihnen die Sachlage.